Brustkrebs – wie entdecken, Statistiken und wie heilbar ist das?

Mir wurde damals nach der Diagnose Brustkrebs gesagt ich soll auf keinen Fall wild rum googeln und daran habe ich mich auch (erstmal) gehalten. Denn Google ist nicht immer der beste Freund, wenn es um Krankheiten geht…

Trotzdem hilft Wissen meiner Meinung nach sehr viel und ich möchte heute mal einen kleinen „Wissensbeitrag“ erstellen und einige der häufigsten Fragen rund um das Thema Brustkrebs beantworten. Ich bin keine Medizinerin und verweise gerne auf meine Informationsquellen. Grundsätzlich finde ich es auch wichtig einen eine Ärztin (oder einen Arzt) zu haben, bei der man sich gut aufgehoben fühlt und Vertrauen haben kann. Sollte das bei dir nicht der Fall sein, kann es hilfreich sein nochmal weiter zu schauen.

Brustkrebs – was nun?

 

Falls du gerade die Diagnose Brustkrebs bekommen hast und nun nicht weißt wie es weitergehen soll, empfehle ich dir sehr gerne meinen “11 Schritte Plan”. Darin teile ich die nächsten 11 Schritte, die du nach der Diagnose am besten gehen solltest.

Du kannst dir meinen persönlichen Plan ganz einfach hier direkt runterladen:

 

Außerdem findest du hier auf dieser Seite eine ganze Menge Informationen rund um das Thema zusammengestellt.

 

Wie Brustkrebs erkennen?

 

Grundsätzlich hilft es, regelmäßig die eigenen Brüste abzutasten – am besten einmal im Monat. Es ist sinnvoll das immer zur gleichen Zeit zu tun, also beispielsweise immer am 1. im Monat (#feelitonthefirst) oder auch an einem bestimmten Zyklustag.

 

 

Sobald du etwas Ungewöhnliches entdeckst, z. B. einen Knubbel oder Flüssigkeit aus der Brustwarze oder auch eine etwas eingezogene Stelle (oder eben irgendetwas, das sonst nicht so ist) meldest du dich bei deiner Gynäkologin und vereinbarst einen Termin. Bei mir wurde dann vor Ort erst nochmal die Brust abgetastet und dann ein Ultraschall gemacht.

Etwas Ungewöhnliches in der Brust muss aber nicht immer sofort etwas Schlimmes sein. Es kann auch einfach nur eine Zyste oder etwas anderes sein. Deshalb gilt immer erstmal: Ruhig bleiben und keine Panik.

Wenn der Ultraschall nicht ganz klar ist oder ein Krebsverdacht besteht wird in der Regel zuerst nochmal eine Mammographie gemacht.

Ultraschall und Mammographie sind beides bildgebende Untersuchungen, die aber jeweils unterschiedlich funktionieren.

Um die Diagnose wirklich sicher stellen zu können wird in jedem Fall eine Biopsie gemacht. Dazu wird meist mit einer kleinen Stanze in die Brust gestochen und etwas Gewebe entnommen. Die Brust ist dazu örtlich betäubt, sodass man das normalerweise kaum merkt.

Das Gewebe wird untersucht und erst dann kann mit Gewissheit gesagt werden ob es Krebs ist oder nicht.

 

Die deutsche Krebshilfe bietet auch umfassende Informationen zu allen Krebsthemen, natürlich auch über Brustkrebs https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/haeufige-krebsarten/brustkrebs/

 

 

Wohin streut Brustkrebs?

 

Wenn die Diagnose feststeht werden meist weitere Untersuchungen gemacht um festzustellen, ob der Tumor gestreut hat. Meist werden die inneren Organe mit einem Ultraschall untersucht, die Lunge geröntgt, im Knochenszintigram die Knochen untersucht und im MRT die Brust nochmal genauer untersucht.

Sollten sich da irgendwo Tumorzellen befinden spricht man von sogenannten Metastasen.

Sehr häufig sind die Lymphknoten im Achselbereich betroffen. Der erste Lymphknoten ist der sogenannte Wächterlymphknoten, es können aber auch mehrere betroffen sein. In meinem Fall wurden in einer OP 9 Lymphknoten entfernt und 4 davon waren dann betroffen. Bei den Lymphknoten spricht man allerdings nicht von Metastasen.

 

Ist Brustkrebs heilbar?

 

Die Frage aller Fragen: Werde ich wieder gesund? Statistisch gesehen erkrankt jede achte Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs und jedes Jahr wird diese Diagnose fast 70.000 mal gestellt. Es ist also bei uns die häufigste Krebsart bei Frauen. Die gute Nachricht ist aber, dass Brustkrebs heute ziemlich gut behandelbar ist und häufig auch geheilt werden kann.

 

Was wird gemacht bei Brustkrebs?

 

Nachdem die verschiedenen Untersuchungen genaue Details über die Tumorart gegeben haben, wird die Therapie entsprechend gewählt.

Dabei wird berücksichtigt, wie groß der Tumor ist, welche Wachstumsrate er hat (also wie schnell er wächst), ob der Tumor auf bestimmte Hormone (Östrogen und Progesteron) oder auf ein bestimmtes Antikörpergen anspricht. Es kann ggf. eine genetische Untersuchung gemacht werden und all diese Faktoren bestimmen, welche Behandlung die Ärzte vorschlagen.

Wichtig ist: Jede Frau kann selbst entscheiden, ob sie diese Behandlung macht oder nicht. Auch hier hilft es wieder sehr dem behandelnden Arzt zu vertrauen.

Es muss nicht immer eine Chemotherapie gemacht werden. Manchmal reicht eine Operation oder Bestrahlung oder auch etwas ganz anderes.

 

 

Welche Brustkrebsformen gibt es?

 

Ich kann jetzt nicht garantieren, dass ich hier alle bekannten Arten aufzählen kann, aber die wohl am häufigsten Formen sind:

  1. Triple negativ: Der Tumor reagiert weder auf Hormone (Östrogen und Progesteron) noch auf das Antikörpergen.
  2. Triple positiv: Der Tumor reagiert auf alle drei genannten Teile (Östrogen, Progesteron, Antikörpergen)
  3. Hormonsensitiver Tumor: Der Tumor reagiert auf die Hormone, nicht aber auf das Antikörpergen.

 

Statistisch gesehen kommt Nr. 3 am häufigsten vor.

 

 

Wo Brustkrebs behandeln lassen?

 

Je nach Behandlungsempfehlung kann man das ambulant oder auch in einer Klinik machen. Ich habe meine Chemotherapie z. B. auch ambulant in einer Praxis durchführen lassen. Die Operationen selbst wurden natürlich im Krankenhaus gemacht. Für die anschließende Bestrahlung war ich wiederum in einer speziellen Praxis.

Erster Ansprechpartner ist sicher erst mal der Gynäkologe. Die weitere Behandlung wird häufig über ein sogenanntes Brustzentrum koordiniert. Hier gibt es sehr viele mit Zertifizierung. Diese haben den Vorteil, dass sie eine gewisse Menge Patientinnen pro Jahr behandeln, also dementsprechend viel Erfahrung haben, und häufig gibt es auch spezielle Breastcare Nurses, also Brustkrebsspezifisch geschulte Krankenschwestern. Ich war leider nicht in einem zertifizierten Brustzentrum, kann das also nicht aus eigener Erfahrung sagen.

 

Lies dazu auch gerne auf der Seite der Brustkrebszentrale https://www.brustkrebszentrale.de/

Dort findest du übrigens auch einen Beitrag von mir https://www.brustkrebszentrale.de/storys/duichwir/christine-raab/

 

Wann gilt Brustkrebs als geheilt?

 

Momentan spricht man von 5 Jahren die krebsfrei sein müssen, um als geheilt zu gelten. Je nach Krebsart kann die Therapie allerdings länger dauern. Beispielsweise wird die Antihormontherapie nach einem hormonsensitiven Tumor inzwischen häufig für 10 Jahre empfohlen.

 

Wie Brustkrebs vorbeugen oder Ursachen für Brustkrebs

 

Das ist schwierig zu sagen. Grundsätzlich gibt es Faktoren die eine Krebserkrankung begünstigen können. Dazu gehört z. B.

  • Wenig Bewegung
  • Ungesundes Essen
  • Häufiger Konsum von rotem Fleisch
  • Übergewicht
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol

 

Aber letztendlich ist ja klar, dass eine gesunde Lebensweise mit Bewegung, gesunder Ernährung und wenig Giftstoffen wie Rauchen, Alkohol oder Medikamente sinnvoll ist. Trotzdem gibt es keine hundertprozentige Möglichkeit vorzubeugen.

Es ist auf jeden Fall sehr hilfreich die Vorsorgeuntersuchungen zu machen und, wie schon gesagt, die Brüste regelmäßig abzutasten.

Denn wie es ja so schön heißt: Früherkennung rettet Leben. Das bedeutet: Je eher etwas Ungewöhnliches entdeckt wird umso eher kann man natürlich auch entsprechend handeln.

Inwiefern Hormone an einem hormonsensitiven Tumor beteiligt sind ist wohl immer wieder in der Diskussion. Ich persönlich glaube schon, dass wir heute durch unsere Umwelt mehr Hormone aufnehmen, beispielsweise über Kosmetikprodukte, Plastikflaschen oder Fleisch. Auch die Antibabypille ist wohl nicht ohne und ich musste sie sofort mit dem ersten Verdacht auf Brustkrebs absetzen…

Für mich hat mein hormonbedingter Tumor dafür gesorgt, dass ich komplett auf Naturkosmetik umstelle und ich darf auch jetzt nach der Behandlung die Antibabypille nicht mehr nehmen bzw. soll nie mehr hormonell verhüten.

So würde ich also schon sagen, dass es hilfreich sein kann, diese Hormone “von außen” zu vermeiden und würde auch jedem raten, sich damit auseinanderzusetzen, wo überall „möglicherweise hormonell wirksame“ Stoffe enthalten sind.

Bei Kosmetikprodukten lässt sich das ziemlich gut mit den Apps „Toxfox“ oder „Codecheck“ herausfinden. Einfach den Barcode des Produkts mit dem Handy in der App scannen und schon bekommt man die Inhaltsstoffe  inkl. Hinweisen auf mögliche Gefahren angezeigt.

 

Wie geht es weiter?

 

Ansonsten versuche ich möglichst normal weiterzuleben. Ich möchte auch „sozial kompatibel“ bleiben und nicht permanent nur Angst haben, dass irgendwelche Umwelteinflüsse Krebs erzeugen. Ich glaube, mit einer gesunden und bewussten Lebensweise trägt man auf jeden Fall dazu bei  gesund zu bleiben.

Yoga und Meditation sind beispielsweise sehr gute Möglichkeiten etwas für den Körper, aber auch den Geist und die Seele zu tun.

Du kannst jeden Sonntag um 10 Uhr live mit mir zusammen Yoga üben und meditieren, ganz einfach online über Zoom.

Oder du holst dir meinen “Yoga bei Brustkrebs” Onlinekurs und kannst Yoga und Meditation üben wann, wo und so oft du möchtest.

 

Komm gerne auch in mein Brustkrebs Forum auf Facebook und lass uns dort in der Community gegenseitig unterstützen.

 

Ich freue mich sehr, wenn ich dir mit diesem Beitrag etwas weiterhelfen konnte und wünsche dir natürlich weiterhin viel Gesundheit!

Christine

 

Christine Raab

Aloha! Ich bin Christine, Mitte 30, grüner Lifestyle Blogger und Tausendsassa. 2014 hat eine Brustkrebs Diagnose mein Leben ganz schön durcheinander gerüttelt. Allerdings hat es mich auch dazu gebracht mein ganzes Leben nochmal zu überdenken. Heute ist meine große Vision dich zu inspirieren zu einem ganzheitlichen und nachhaltigen Leben voller Energie, Leichtigkeit und in Selbstliebe zu finden. Ich möchte die Welt verbessern - bist du dabei?

Ich freue mich auf Kommentare!

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