Mein Reha Resumee

Viele von euch fragen mich bei Facebook, Instagram, YouTube, per E-Mail oder einfach so beim Treffen wie meine Reha auf Sylt war. Ich hatte ja »HIER schon mal ein kleines Resumee Video gedreht und möchte euch heute nochmal ausführlich erzählen wie es mir gefallen hat.

Wie war sie also, meine Reha?

Wenn ich es in einem Wort beschreiben müsste wäre es TOLL! Die Reha ging vom 21.10. – 18.11.2015 und war in der Asklepios Klinik in Westerland, Sylt. Es war keine Anschlussheilbehandlung (AHB) sondern die erste Reha. Das schreibe ich so dazu, weil eine AHB dort wohl nicht genehmigt worden wäre (habe ich schon oft gehört, weiß es natürlich nicht).

 

Die Einführung

Nach einer seeehr langen Zugfahrt (ich war gut 9 Stunden unterwegs von Aschaffenburg bis Sylt) kam ich pünktlich um 16 Uhr in der Klinik an und wurde direkt aufgenommen und bekam für abends um 19 Uhr meinen Termin für das Arztgespräch. In der Zwischenzeit habe ich meinen Koffer ausgepackt und mich umgesehen. Beim Abendessen habe ich direkt Maike entdeckt, die ich schon von Facebook kannte. Wir haben uns beide total gefreut, dass wir zusammen in der Reha sein konnten und sie war schon eine Woche vor mir dort. Dann also noch das Arzt Gespräch und ab ins Bett, denn am nächsten Morgen ging es schon früh los. Ich bekam ja direkt meinen Therapieplan für die nächsten drei Tage.

Das Arztgespräch war sehr ausführlich und ich konnte hier auch meine Wünsche angeben bezüglich der Behandlungen. Also wo brauche ich Förderung, was möchte ich eher nicht haben. Auf Grund meines Lymphödems am Arm war beispielsweise Physiotherapie und Lymphdrainage ein Muss. Außerdem hatte ich mich noch für Reha Yoga und Meditation angemeldet, Nordic Walking und habe mein Interesse an gesunder Ernährung bekundet.

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Mehr Details

Ich werde euch jetzt hier nicht alle Details der vier Wochen aufzählen. Im Grunde bekam man jeden Freitag seinen Therapieplan für die kommende Woche in ein eigenes Fach neben der Rezeption. Dort stand dann genau drauf um welche Uhrzeit man welchen Termin hat. Oft ging es morgens um 8 Uhr schon los mit Gymnastik in der Halle (verschiedener Art, zum Beispiel Rückengymnastik, Entstauungsgymnastik oder einfach ganz normal Fitness), sodass ich schon vorher frühstücken musste. Meist waren dann alle Angebote im Stundentakt, zwischendrin war ich entweder auf dem Zimmer und habe mich etwas ausgeruht oder nach dem Sport oft geduscht. Oder ich war im Eingangsbereich und habe dort mit Leuten gequatscht.

Aufmerksame Facebook Leser wissen ja bereits, dass ich dort ganz ganz tolle Menschen kennen gelernt habe und mit ihnen auch quasi jede freie Minute verbracht habe. Wir sind zusammen von der Klinik nach Westerland gelaufen, haben mit dem Bus eine Inselrundfahrt gemacht, einmal war ich abends in Keitum in der Kirche (da ist jeden Mittwoch abend ein Konzert), oder wir haben abends Spiele gespielt. Zwischendurch war ich auch alleine am Strand spazieren (von meinem Zimmer bis an den Strand waren es ca. 2 Minuten) oder habe mich im Fotografieren geübt.

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Die Behandlungen

Die Trainer und Therapeuten in der Klinik waren so toll! Meine beiden Physiotherapeutinnen Frau N. und Frau K. haben mich in diesen vier Wochen so viel fitter gemacht, ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie sehr ich mich darüber freue! Mein Oberarm ist 1,5 cm dünner geworden (am Lymphödem) und der Arm wurde auch viel beweglicher. Draußen und im Wasser war Frau S. meine „Lieblingstrainerin“, sie ist noch jung und schien immer sehr gut gelaunt und so haben die Fitness Angebote mit ihr super viel Spaß gemacht! So hatte ich beispielsweise Wassergymnastik speziell für Brustkrebs Patientinnen oder Nordic Walking und eine meiner absoluten Lieblings-Neu-Entdeckungen: Smovey Training.

Was ist Smovey Training?

Smoveys sind neongrüne, ovalförmige „Schläuche“ aus Hartplastik. Innendrin haben sie vier Kugeln aus Metall und durch die Bewegung vibrieren diese. Das ist wiederum sehr gut für die tiefliegende Muskulatur und außerdem auch für den Lymphfluss. Wir sind in der Reha immer mit den Smoveys an der Hand locker schwingend zum Strand gelaufen und haben dort dann verschiedenste Übungen gemacht. Ich bin so begeistert von diesen Teilen und wollte unbedingt welche haben! Umso glücklicher bin ich, dass ich von  www.smoveandsmile-onlineshop.de welche Verfügung gestellt bekommen habe. Entweder ich nehme sie jetzt beim Spazieren mit und schwinge dann die Arme mit oder ich mache zu Hause ein paar Übungen damit. Das Gute ist, dass bei diesem Shop auch direkt eine DVD dabei war wo viele Übungen gezeigt und erklärt werden.

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Wassergymnastik ist doch nur für alte Leute. Oder?

Dem kann ich auch überhaupt nicht zustimmen. Wir hatten meist ca. 30 Minuten Wassergymnastik und das war durchaus schweißtreibend – sofern das im Wasser möglich ist. Das möchte ich nun auch zu Hause weiter machen, denn viele Übungen sind sehr gut für die Armbeweglichkeit und das Wasser wirkt ähnlich wie eine Lymphdrainage. Und wenn man mit Hilfsmitteln wie Hanteln, Bretter oder Nudeln arbeitet ist es auch durchaus anstrengendes Krafttraining.

Yoga und Meditation – eine Erkenntnis.

Ich war ja zu Hause auch schon wöchentlich im Yoga und so wollte ich das auch gerne in der Reha weiter machen. Ich liebe Yoga, nirgends kann der Kopf so frei sein und der Körper wird angestrengt ohne direkt erschöpft zu sein. Und da das häufig mit Meditation im Doppelpack kommt habe ich mich dort auch für die Meditation entschieden. Und habe wohl eine der wichtigsten Erkenntnisse getroffen: Ich mache eine Yoga Lehrer Ausbildung! Und noch besser an der Erkenntnis ist: Ich mache sie NUR FÜR MICH! Nächste Woche gehts los und ich freue mich schon sehr!

Was gab es sonst noch?

Neben den schon angesprochenen Therapien hatte ich noch Ergometer, also Ausdauertrainig auf dem Fahrrad, und musste regelmäßig im Fitnessraum trainieren. Kneipp Wassertreten fand ich auch immer super und Hydrojet ist einfach mega entspannend. Das ist eine Art Wasserbett Massageliege. Und es waren jede Woche verschiedene Fachvorträge zu den unterschiedlichsten Themen, z.B. Brustkrebs, Lymphödem, gesunde Ernährung, etc. Was mir außerdem total gut getan hat war dieser Rhythmus, die Regelmäßigkeit. Das versuche ich zu Hause auch einzuhalten und es gelingt mir bis jetzt ganz gut. Das heißt für mich jetzt morgens früh aufstehen und geregelte Essenszeiten zu haben. Außerdem fange ich nun wieder mit meinen diversen sportlichen Betätigungen an, allerdings ist das im Vergleich zur Reha hier wirklich wenig. Aber hey – besser als gar nichts.

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Fazit

Mir hat es dort sehr sehr gut gefallen und ich hoffe ich kann beim nächsten Mal wieder dorthin. Für mich war es auch eine gute Entscheidung in einer gemischten Klinik zu sein und nicht in einer rein onkologischen, denn so ist Krebs nicht das Dauertagesthema. Meine Ärztin Dr. G. war auch toll, ich habe mich also insgesamt sehr gut aufgehoben gefühlt! Selbst das Essen war gut, man konnte quasi jeden Tag aus drei verschiedenen Angeboten wählen (Vollkost, vegetarisch, Reduktionskost) und auf Allergien oder Unverträglichkeiten wurde geachtet, man konnte vegan bestellen und und und. Beim Frühstück und Abendessen konnte man aus einem riesigen Buffett wählen das wirklich keine Wünsche offen lies. Und Mittags gab es jeden Tag Suppe, Salat und Nachtisch zur Hauptmahlzeit. Ich bin sehr froh, dass meine Rentenversicherung mir die Erholung am Meer genehmigt hat! Natürlich hatte ich riesen Glück, dass ich meine Reha Zeit mit so tollen Menschen verbringen durfte und ohne Maike, Sabine, Andrea und Christof wäre es wohl nur halb so schön dort gewesen. Vielen Dank an euch, ich werde unsere gemeinsame Zeit nie vergessen!

Und hier kommen jetzt noch viele viele Bilder, die ich dort gemacht habe.

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Hui, das war jetzt ganz schön viel! Wer von euch war denn auch schon mal in einer Reha? Wie hat es euch dort gefallen? Schreibt mir doch eure Meinung oder Fragen in die Kommentare. Ich freue mich!

Alles Liebe,
Christine

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Christine Raab

Hallo, ich bin Christine, Mitte 30 und Body-Soul-Mind Coach. Ich möchte dich unterstützen auf deinem Weg durch die Krise zur Powerfrau. Hin zu mehr "Du", hin zu einem Leben voller Selbstliebe. Das Leben ist viel zu schade zum unglücklich sein. Du kannst alles sein was du bist.

Ich freue mich auf Kommentare!

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