Ganzheitliche Tattoos und Selflove Club – Interview mit Ronja Block

Kennst du das Gefühl, wenn du auf jemandem triffst mit dem es einfach direkt passt? Und wo du eigentlich stundenlang über alles Mögliche quatschen könntest, weil ihr so viele gemeinsame Interessen habt? 🙂

Hast du schon mal was von ganzheitlichen Tätowierungen gehört? Oder vom Selflove Club? Seit einiger Zeit schon folge ich @ronjablock auf Instagram und liebe ihre Mischung aus Crazyness und Authentizität. Deshalb freue ich mich mega, dass ich sie für ein Gespräch gewinnen konnte in dem wir uns genau über diese Themen unterhalten. Du darfst uns dabei zuhören – in der heutigen Podcast Folge. 🙂

 

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Auf Ronja bin ich vor längerer Zeit schon auf Instagram aufmerksam geworden und zwar über den Selflove-Club, glaube ich. Sie ist Tätowiererin, hat in ihrem Instagram-Profil „ganzheitliche Tätowierungen“ stehen – da wollen wir gleich mal drüber sprechen, was das bedeutet, wie das kam und was das Alles überhaupt ist. Aber erstmal ganz herzlich willkommen. Ich freu mich mega, dass es geklappt hat und schön, dass du da bist. Vielleicht kannst du erstmal erzählen, wer du bist, was du machst, wo man dich finden kann und wie es zu dem kam, dass du heute machst, was du machst.

 

Ronja: Vielen Dank erstmal für die Einladung zum Interview. Ich freu mich ganz doll, seitdem ich weiß, dass wir hier über Selbstliebe sprechen und über unsere Reise. Ich bin auch grade ganz aufgeregt irgendwie, aber positiv aufgeregt, weil ich einfach sehr gerne über diese Themen spreche.

 

Alles andere wie 08/15

 

Mein Name ist Ronja Block, ich bin 30 Jahre alt, gebürtige Berlinerin, wohne jetzt aber in Göttingen und verwirkliche gerade so ein bisschen meinen Traum im ganzheitlichen Tätowieren. Ich richte mir gerade meine eigenen Räume ein, wo ich ganz privat mit meinen Kunden sein kann. Wo ich wirklich 1:1 Sitzungen anbieten kann, so dass man dann schöne Tattoo-Sitzungen in einer privaten schönen Atmosphäre machen kann. Ich tätowiere seit 15 Jahren, ich habe also mit 15 schon angefangen. Meine Mama ist auch Tätowiererin und hat mir alles beigebracht. Ich hatte schon mit 12 mein erstes Tattoo. Das Tätowieren zieht sich irgendwie schon durch mein ganzes Leben. Ich bin im Tattoo-Studio zusammen mit wunderbaren Künstlern groß geworden. Mein Vater ist Musiker. In die Musikerszene konnte ich also auch schon immer reinschnuppern. Ich habe schon immer eine kreative Familie um mich gehabt. Mein aktueller Standpunkt ist es, dass ich viel mit dem Schamanismus zu tun habe, ich die weiße Magie praktiziere, mich also dem Wiccatum zugewandt habe und das auch alles an meinen Arbeitsplatz mit einfließen lasse.

(Foto von Bastian Bochinski)

 

Christine: Das klingt auf jeden Fall sehr spannend und außergewöhnlich und nicht nach einer 08/15-Kindheit.

 

Was mich interessieren würde: wie stelle ich mir ganzheitliche Tätowierungen vor? Was ist da jetzt der Unterschied zu einer normalen Tätowierung? Und was bedeutet es für dich, ganzheitlich zu tätowieren?

 

Was sind ganzheitliche Tätowierungen?

 

Ronja: Ich hatte schon immer einen sehr engen Kontakt zu meinen Kunden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich eine sehr offene Person bin. Ich habe einfach einen engen Draht zu meinen Kunden. Ich tätowiere heute noch teilweise Kundinnen, die ich vor zehn Jahren schon tätowiert habe. Ich habe wirklich mit vielen sowas wie eine Beziehung. Die kommen teilweise alle zwei Monate und holen sich ihr Tattoo ab. Mal ein kleines, mal ein Großes.

Und als ich immer mehr zur Spiritualität gefunden habe, habe ich auch mein Zuhause so eingerichtet – mein Altar steht hier und ich räucher und so. Und da dachte ich mir, ich trenne mein Privatleben nicht wirklich von meinem Berufsleben – ich räucher genauso an meinem Arbeitsplatz wie zu Hause. Ich habe mein Tarotset genauso an meinem Arbeitsplatz wie zu Hause. Und genau das tue ich dann auch mit meinen Kunden. Ich räucher, bevor ich ein Tattoo beginne, meine Kunden aus oder ziehe gemeinsam mit ihnen eine Tarotkarte, setze eine Intension für das Tattoo Motiv und gestalte quasi die Tattoo Sitzung so bewusst wie möglich, so dass man das Tattoo energetisch aufladen kann. Und das finde ich so spannend. Die Majas, die Inkas, die Afrikaner – also alle möglichen Kulturen – haben sich früher schon rituell tätowieren lassen. Ich versuche das jetzt ein bisschen im Jahr 2019 zu etablieren. Und das modern zu gestalten. Dieses alte Wissen mit der heutigen modernen Spiritualität an meinem Tattoo-Arbeitsplatz zu verbinden.

 

 

Christine: Tätowierst du aktuell zuhause oder bist du in einem Tattoo-Studio?

 

Ronja: Meine Mama hat drei Tattoo-Studios – Jenny B’s Tattoo – in Göttingen, Paderborn und Kassel. Ich habe tatsächlich die letzten zehn Jahre in Kassel tätowiert und bin jetzt nach Göttingen gezogen. Da habe ich meine eigenen Räume. Eine Etage über Jenny B’s Tattoo.

 

Christine: Ich stelle mir das schon ein bisschen spezieller vor, wenn man als Tätowierer überhaupt nichts damit zu tun hat und du kommst da an und sagst „Moment, ich muss hier erstmal räuchern“. Da würde der eine oder andere vielleicht auch „nein“ sagen. Da ist es schon wichtig, dass das dann auch passt.

 

Erstmal wird das Studio geräuchert …

 

Ronja: Ja total. Ich habe in Kassel in einem Studio gearbeitet, da waren wir, wenn alle da waren, zehn Tätowierer. Die waren da jetzt nicht so angetan von, wenn ich mit einem weißen Salbei durchgewedelt habe. Da will ich auch nicht alle mit nerven. Das ist meins und wer da keine Lust darauf hat, der soll auch nicht gezwungen werden, mitzumachen. Deswegen ist es mir auf jeden Fall ein wichtiger Aspekt, dass ich meine privaten Räume benötige, in denen ich das dann machen kann.

 

Christine: Tätowierst du eher spirituelle Motive oder entwickelst du das mit deinen Kunden gemeinsam? Wie stelle ich mir das vor? Setzt ihr euch zusammen hin, überlegt euch, was passen würde oder kommt der Kunde und sagt „Ich hätte gerne jetzt den Ganesha“ zum Beispiel? Es hat ja auch diesen ganzheitlichen spirituellen Anteil. Da kann ich mir schon vorstellen, dass man vielleicht nicht einfach alles tätowieren will oder dass man vielleicht denkt „Das passt aber nicht so gut zu dir.“ Wie funktioniert das?

 

Die Entstehung des Selflove Club

 

Ronja: Ich habe vor knapp zwei Jahren das erste Selbstliebe-Tattoo gestochen. Ich hatte eine Anfrage von einer langjährigen Kundin: „Ronja, ich hätte gern ein Mädchen, das in den Spiegel schaut und seine wahre Schönheit sieht.“ Und ich dachte so „Wow, voll das schöne Thema! Wie kann man das denn umsetzen?“ Bei ihr war Selbstliebe ein großes Thema. Sie ist eine wunderschöne Frau, die aber auch oftmals irgendwas an sich verändert hat, weil sie einfach nicht so richtig zufrieden mit sich ist. Selbstliebe ist da einfach ein bisschen Thema.

Und dann habe ich bei Pinterest rumgescrollt, um mir Inspiration zu holen und bin irgendwie auf einem Bildchen gelandet, auf dem ein Mädchen an der Ferse einfach nur den Schriftzug „Selflove Club“ tätowiert hat. Das war genau zu dem Zeitpunkt, zu dem ich das Motiv für meine Kundin gemalt habe. Und ich dachte dann, ich mach einfach eine Banderole um einen Spiegel, in den das Mädchen schaut, auf der dann „Selflove Club“ steht. Meine Kundin fand es halt mega cool und hat es sich auf den Oberarm tätowieren lassen. Bei der Sitzung haben wir auch über Selbstliebe gesprochen und haben uns gegenseitig inspiriert. Was kann man tun? Was ist denn Selbstakzeptanz und Wertschätzung eigentlich? Dann habe ich das hochgeladen bei Instagram und habe dafür voll viel Zuspruch bekommen. Ich habe dann immer mehr Selflove-Club Motive gezeichnet. Also immer mehr Mädchen, bei denen Blumen aus dem Kopf rauswachsen. Oder meditierende Mädchen mit einem Ohm-Zeichen.

 

Ich mache oftmals schamanische Reisen und da bekomme ich oft Visionen. Ich hatte auch eine Vision von einem Mädchen, das einen Blumenkranz aufhat und ein drittes Auge auf der Stirn und einen Kristall über dem Kopf. Das habe ich dann auch gemalt. Manche Motive entstehen aus schamanischen Reisen. Also aus meinen eigenen Erfahrungen. Ich habe diese Sachen dann immer mehr gemalt und immer mehr Anfragen bekommen. Und so hat sich das dann die letzten zwei Jahre entwickelt, dass ich immer mehr Selflove-Club Tattoos gemacht habe.

 

Frauen vs. Männer

 

Christine: Würdest du sagen, dass sich bei dir eher Frauen tätowieren lassen? Also ist das eher ein Frauenthema?

 

Ronja: Anscheinend. Ich male natürlich viele Frauenköpfe, von denen sich Frauen denn auch speziell angesprochen fühlen. Ich tätowiere auch ein paar Männer, aber überwiegend schon Frauen. Ich habe mir schon mal meine Gedanken gemacht, warum das eigentlich so ist. Einerseits bin ich ja selbst eine Frau. Vielleicht habe ich dann eher einen Zugang zu anderen Frauen. Aber ich glaube, mal abgesehen vom Tätowieren, öffnen sich die Frauen auch im Social-Media-Bereich. Man kriegt das ja mit. Selflove-Power ist ja gerade voll das Thema. Und ich glaube, dass es daran liegt, dass wir Frauen sowieso schon eine ausgeprägtere Intuition angeboren haben und dass wir dadurch vielleicht unseren inneren Ruf schneller wahrnehmen können als Männer, die da manchmal ein bisschen länger brauchen. Vielleicht ist es unsere Aufgabe als Frau, unseren inneren Ruf der Selbstliebe wahrzunehmen und damit die Männer zu inspirieren. Ich glaube, die Männer, die kommen auch noch alle. Ich glaube, wir müssen den Männern zeigen, wie schön das alles sein kann.

 

Christine: Ich habe mir darüber auch schon ein paar Mal Gedanken gemacht. Ich merke, dass aktuell diese Zeit ist. Überall sprießen die Frauenkreise aus dem Boden. Ich habe im Dezember einen Raunächte-Retreat Tag in Aschaffenburg gemacht und da waren auch nur Frauen. Das war nicht gezielt so geplant. Ich glaube, bei diesen ganzen Themen, in denen dieser spirituelle Aspekt mit reinkommen, fühlen sich Frauen im Moment eher angesprochen oder mehr abgeholt als Männer. Ich frage mich immer, warum ist das so. In anderen Kulturen waren ja auch häufig Männer die Vorreiter. Yoga wurde ja früher zum Beispiel auch nur von Männern praktiziert. Bei uns im Westen ist es ja eher ein etwas belächelter „Frauensport“. Im Ursprung war es das ja gar nicht. Gefühlt ist es im Moment so wie du sagst. Da ist eher so diese „Girl Power“ und „Frauen dieser Welt vereinigt euch“. Ich finde es richtig cool.

Wie gesagt, als Teenager habe ich mich auch schon sehr mit Themen wie Hexen oder heidnische Kulturen beschäftigt und da war es ja auch ganz oft so, dass diese Frauen-Zusammenkünfte schon so zelebriert wurden. Ich fand es damals immer schade, dass es das zu diesem Zeitpunkt nicht gab. Aber ich fand auch, dass die Zeit noch nicht reif war für sowas. Und jetzt im Moment habe ich das Gefühl, es ist da! Du kommst gar nicht mehr drum rum. Du kannst dich gar nicht mehr davor verschließen. Ich glaube auch, dass sich dieses Bewusstsein, nicht mehr so in Konkurrenz zu denken, die anderen nicht mehr schlechtzumachen oder zu lästern, bei den Frauen ein Stück weit ändert. Dass man wirklich eher in dieses Denken kommt „Gemeinsam können wir irgendwas reißen“. Das finde ich voll schön, deswegen hat es mich interessiert, ob das bei dir auch so ist, dass sich mehr die Frauen angesprochen fühlen. Dass die da kommen und so eine Art „Leitfigur“ suchen und in dir dann auch sehen. Oder wie siehst du das?

 

Es findet gerade eine ganz neue Art Frauenbewegung statt

 

Ronja: Also im Tätowieren auf jeden Fall. Bei Instagram ist das sehr präsent. Es ist wunderschön. Deswegen mache ich auch diese Insta-Storys so gerne. Denn ich berühre damit Menschen und kann Menschen so positiv inspirieren. Ich bekomme ja auch dieses Feedback. Voll schön! Das lässt mich auch immer weitermachen und weiter an meinem inneren Ruf dranbleiben. Ich weiß noch, anfangs, wo ich mich so mit Wicca auseinandergesetzt habe, mit der Selbstliebe und überhaupt mit der Spiritualität. Ich habe mir das ja jahrelang verboten. Als Teenager war ich auf einer Berliner Ghetto-Gesamtschule. Da war es ja schon peinlich, wenn du Sailer Moon geschaut hast. Wenn ich da angefangen hätte mit „Ich finde das Thema Hexen ganz spannend. Ich gucke auch Charmed und Sailor Moon.“ Da hätte ich wahrscheinlich eine schöne Nackenschelle für bekommen. Deswegen habe ich das immer alles eher so im stillen Kämmerlein gemacht.

Mit meiner Oma bin ich sehr verbunden, die hatte auch schon immer Tarotkarten und hat immer Steine und Kristalle gesammelt. Und ich wusste schon immer, da gibt es was Höheres, ich bin nur noch nicht bereit dafür, das wirklich richtig auszuleben, weil ich davor Angst habe, auf Ablehnung zu stoßen. Mit 24 kam dann endlich dieser Impuls „Ich steh dazu, wer ich bin!“ Und ich bin ein spiritueller Mensch. Spirit heißt Leben für mich. Und dazu stehe ich! Und als ich mich dann so geöffnet habe, habe ich endlich gemerkt „Krass. Das ist Ehrlichkeit und das stößt durchweg auf positives Feedback.“ Da kam nicht dieses „Diese spirituelle Trulla, macht se eine auf Hexe oder was?!“. Nein, im Gegenteil. Voll schön, wie man damit Menschen auch inspiriert, wenn man einfach nur ehrlich ist. Wovor habe ich denn eigentlich Angst? Alles andere wäre ja auch unauthentisch.

 

Christine: Wie ist das mit deinem Umfeld? Hast du nur noch Leute in deinem Umfeld, die sagen „Jawoll, find ich cool“ oder „Ich mache auch sowas“ oder hast du da schon noch, dass manche ein bisschen komisch gucken oder das belächeln oder so?

 

Von Freunden und Hexenzirkeln

 

Ronja: Ich habe schon eng verbundene Menschen um mich herum, die das gleiche fühlen wie ich. Davon gibt es aber sehr wenige. Viele Bekannte um mich herum, die können es vielleicht auf eine Art und Weise verstehen, können aber mit meinem weißen Salbei noch nichts anfangen. Die denken dann wahrscheinlich so „Ja, Ronja, die räuchert da halt irgendwie rum.“ Schlawinern aber trotzdem immer mal um meinen Arbeitsplatz rum und finden es eigentlich doch ganz interessant. Es werden halt immer mehr Menschen, die da auch einen Zugang zu sich selbst bekommen, sich immer mehr austauschen und gegenseitig inspirieren und Träume und Visionen teilen. Anfangs dachte ich schon, ich bin komplett allein auf diesem Planeten. Es gibt keinen anderen Menschen, der meine Interessen teilt.

 

Christine: Wie hast du dann Leute für dich gefunden? Oder hat sich das dann so ergeben, dass die die Sachen dann irgendwann auch interessant fanden?

 

Ronja: Beim Thema Wicca hatte ich auch schon immer mal den Impuls einen Kreis zu bilden – was heißt „ich hatte“. Ich habe diesen Impuls. Ich würde gerne einen Zirkel grünen und was Schönes machen in so einem Kreis. Den habe ich noch nicht. Da fehlts mir echt noch an anderen. Anderen Frauen? Aber es kommen immer mehr. So zwei Frauen habe ich schon um mich rum, bei denen ich immer mehr merke, diese Verbindung wird immer intensiver. Die Kontakte kommen dann halt. In meinen Jahreskreisfest-Ritualen bin ich ja auch immer im Kreis von vielen Menschen. Das sind teilweise bis zu 13-14 Leuten im Kreis. Die lernt man ja dann auch kennen.

Auch bei der Yoga-Ausbildung. Ich mache die jetzt seit Anfang Januar, jetzt ist Februar. Wir sind elf Frauen. Ich bin gespannt, wie wir da noch zusammenwachsen in der Gruppe. Ich gehe ja auch gerne auf Festivals. Da lernt man auch immer mehr Menschen kennen. Anfangs habe ich auch Leute „verloren“, die noch nicht so den Zugang haben. Auf einmal gehst du einen anderen Weg als die. Dann verliert man sich ein bisschen aus den Augen. Aber mit manchen findet man dann aber auch wieder neu zusammen und lernt sich auf einmal auch wieder ganz neu kennen. Das finde ich auch spannend. Alte Freundschaften wieder neu kennenzulernen.

 

Christine: Das klingt doch sehr gut. Falls Frauen aus der Umgebung von Göttingen Interesse daran haben, dann einfach mal melden. :).

 

Ronja: Vielleicht auch erst mal für ein Tattoo oder so. Ich hatte auch überlegt, mal Selflove-Club Kreise anzubieten.

 

Christine: Da wolle ich jetzt auch nochmal darauf zu sprechen kommen. Du hast eine Selflove-Club Webseite erstellt. Was genau machst du da? Was genau ist deine Intention?

 

Der Selflove Club

 

Ronja: Ich würde gerne meine Insta-Stories über Selbstliebe irgendwie in ein YouTube-Bettchen einbetten und dem ganzen wirklich ein schönes Wohnzimmer geben. Natürlich mit meinen Tattoos arbeiten, dass man sich das mit dem ganzheitlichen Tätowieren anschauen kann. Aber ein Selflove-Club wäre ja kein Selflove-Club, wenn ich nur allein da wäre. Ich will schon schauen, dass man da eine kleine Community draus bildet. Vielleicht mit verschiedenen Anlaufstellen. Also verschiedene Ansprechpartner, die sich im Selflove-Club treffen. Ich habe da die Videos, meine Arbeiten und vielleicht auch meine Kunst ein bisschen. Mal schauen, wie sich das alles so entwickelt. Ich mache mir da auch gar nicht so einen Druck. Ich lasse es einfach fließen und hoffe, dass sich das endlich mal richtig öffnet. Es steht jedenfalls an, dass es bald richtig online geht.

 

Christine: Das heißt, es ist alles gerade noch in der Entstehungsphase und du planst dann deine ganzen Impulse, die du auch auf Instagram gibst, sozusagen dann auch auf der Webseite zu haben? Was ja auch eigentlich sehr sinnvoll ist. Es geht mir selbst ja auch oft so, dass ich denke, man verballert so viel wertvollen Inhalt auf Instagram und der ist dann irgendwie nach zwei Tagen vergessen, weil einfach alles so schnell durchrattert und durchläuft. Deswegen mache ich das ja auch ganz gerne, dass ich dann Dinge auf anderen Kanälen noch behalte. Also wenn ich richtig verstanden habe, ist das so ein bisschen auch der Plan, oder? Also dass es dann nicht einfach nur mal in der Story schnell gesehen wurde und dann in einem halben Tag schon wieder vergessen, weil man schon 10000 andere Sachen gesehen hat, sondern dass das alles wirklich dauerhaft dableibt. Oder?

 

„Ich mache das weil es mich und andere glücklich macht.“

 

Ronja: Ich habe mich schon gefragt, warum ich eigentlich immer dieses Bedürfnis habe, Sachen zu teilen. Warum kann ich das nicht einfach für mich machen?

Wir leiden nicht an Hungersnot. Wir müssen keine fünf Kilometer laufen, um dreckiges Wasser zu trinken. Wir haben wirklich die Kapazitäten, um uns zu heilen, um wirklich gesund zu sein und eine Leuchte für die Menschen zu sein, die das vielleicht nicht so können. Und deswegen mach ich das. Weil mich das glücklich macht und weil es andere glücklich macht.

 

Christine: Es braucht einfach diese Menschen, die vorgehen und schon mal ein Lichtchen anmachen für alle anderen, damit die den Weg dann auch finden. Von daher glaube ich ist es einfach mega wichtig und wertvoll. Auch wenn im Moment so ein Hype darum entsteht, glaube ich, es kann gar nicht genug davon geben, weil einfach immer noch nicht alle erreicht sind. Alles, was für uns ein bisschen schwierig ist, hängt an diesem ganzen Thema Selbstliebe, Selbstwert, Verletzungen, die irgendwo innerlich noch sind, die wir gar nicht so direkt präsent haben. Es braucht dieses Bewusstsein, sich das erst mal klarzumachen.

 

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Ich danke dir!

 

Wir brauchen Vorbilder!

 

Ronja: Ich habe jetzt seit zwei Jahren diese Intension mit dem Selflove-Club. Ich bin aber voll auf meiner eigenen Reise und muss erstmal selbst klarkommen mit meiner Selbstliebe. Ich habe auch zwischenzeitlich Panikattacken gehabt, bin immer wieder in meine Depression reingerutscht und musste erst mal meine Tools entwickeln, wie ICH damit klarkomme, wie ich mich davon befreien kann, von meinen ganzen alten Mustern, damit ich auch wirklich authentisch damit umgehen kann. Jetzt gerade fühl es sich gut an. Vor einem halben Jahr noch nicht.

Deswegen dauert das halt alles ein bisschen. Mit Selbstliebe steht und fällt halt alles. Nehmt euch das mal wirklich zu Herzen. Wir sehen ja, wie viele Menschen krank sind. Wir haben alle unsere Krankheiten, die uns gezeigt haben „So geht es nicht weiter. Ändre mal was!“ Viele ignorieren es, machen trotzdem weiter, werden wieder krank, werden wieder krank, werden krank. Bis es halt so richtig richtig kommt. Manche haben halt keinen Bock mehr krank zu sein und ändern halt tatsächlich was.

 

Christine: Es ist ja auch ein Prozess. Es ist ja immer der eigene Weg, den man auch geht. Und ich glaube auch nicht, dass man irgendwie an den Punkt kommt, an dem man sagt „So, jetzt bin ich mal fertig und jetzt zeig ich dir, wie es geht.“ Es bleibt ja trotzdem dieser Prozess und es ändert sich ja trotzdem auch das eigene Leben immer weiter. Auch da finde ich, ist es manchmal dieser falsche Gedanke zu denken „Wenn ich nur genug in der Selbstliebe bin, dann ist mein ganzes Leben nun auch rosa Wattewölkchen.“

Das Leben möchte ja trotzdem gelebt werden und es passieren trotzdem wieder Dinge. Ich finde es gut, nochmal diesen Reminder zu bekommen „Guck doch noch mal genauer hin“ und nicht zu denken „Jetzt bin ich irgendwie fertig mit der Selbstliebe. Ab sofort nur noch Rakete!“ Sondern immer mal wieder für sich bewusst reinzuspüren und diese Phasen zu durchlaufen.

 

 

Ronja: Ich habe gestern eine Nachricht bekommen „Ronja, wie schaffst du es denn, so positiv zu sein?“ Und ich dachte mir so „Wenn du wüsstest.“ Wie viel ich geschrien habe, wie viel ich geheult habe, wie scheiße ich war. In was für Gruppenseminaren ich war, wo ich an meine Grenzen gegangen bin, weil ich dachte „Es geht nicht. Aber ich weiß, ich muss. Aber ich kann es nicht.“ Wirklich meine eigenen Grenzen erst einmal wahrnehmen musste. Und immer wieder. Ich glaube, das geht das ganze Leben lang so.

Man eignet sich immer mehr Tools an, die einen von so Blockaden befreien. Aber man kann nicht so positiv sein, wenn man sich nicht erst mal seinen Schattenseiten bewusst wird. Ich bin Sternzeichen Löwe. Ich hatte schon immer ein großes Mittelpunktbedürfnis. Was auch gleichzeitig meine Schattenseite war. Ich habe lang im Fernsehen gearbeitet, weil ich einfach diese Gabe habe, präsent zu sein als Löwe und zu entertainen und so. Aber gleichzeitig hat es mich auch fertig gemacht. Es war nicht das, was ich wollte. Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass mit da so eine Tür offenstand und dass ich meine Erfahrung machen konnte. Aber auf Knopfdruck zu funktionieren war nicht meins. Das musste ich halt drei Jahre lernen. Jetzt weiß ich, ich habe diese positive Kraft in mir, dieses Feurige. Aber ich lebe es authentisch aus ohne Knopfdruck.

 

Christine: Gibt es einen Tipp, den du weitergeben kannst, was man direkt für sich machen kann, was man in den Alltag einbauen kann, um einfach mehr in diesen ganzen Selbstliebe-Prozess zu kommen?

 

Selbstliebe Tipps für den Alltag

 

Ronja: Ja unbedingt. Als ich erkannt habe, dass mein Körper ein Tempel ist, seitdem geht es mir viel besser. Das ist unser Tempel. Unsere Kirche. Geht gut damit um. Du bist, was du isst. Ernährung ist so wichtig. Und vielleicht mal mit dem Sternzeichen auseinandersetzen. Sich mal alles durchzulesen, hat mir sehr geholfen, mich selbst zu erkennen und zu erkennen „Was will ich eigentlich ändern? Was ist die Schattenseite?“

 

Christine: Hast du da eine umfassende Deutung machen lassen oder hast du dich für dich selbst mit Büchern oder Internet damit beschäftigt?

 

Ronja: Astroschmid.de. Da kannst du deinen Aszendenten berechnen lassen und alles mal durchlesen.

 

Christine: Sich mit der Ernährung auseinanderzusetzen ist heutzutage ein sehr großes und zum Teil schwieriges Feld. Manchmal fühlt man sich da ja erschlagen. Hast du eine Art Ernährungskurs gemacht oder hast du dir die Dinge aus Büchern angelesen? Wie hast du für dich überhaupt diesen Weg gefunden, dich vegan zu ernähren?

 

Dein Körper ist dein Tempel

 

Ronja: Ich bin seit zehn Jahren Vegetarierin, seit einem Jahr vegan. In diesem vegan-Prozess bin ich seit vier Jahren drin. Ich habe mir vor vier Jahren die Intention gesetzt, dass ich mich vegan ernähren möchte, weil das für mich der gesündeste Weg ist. Habe aber vier Jahre gebraucht, um das wirklich durchzuziehen. Der ausschlaggebende Grund war eigentlich Rüdiger Dahlke. Er hat mir die Augen geöffnet. Und der Film „Okja“. Das war ganz schlimm.

 

Christine: Worum geht es da? Das sagt mir gar nichts.

 

Ronja: Da geht es eigentlich um genmanipulierte Superschweine, die in der ganzen verteilt werden. Bauern ziehen die groß und wer das größte kräftigste Superschwein hat, hat gewonnen und bekommt Geld und das Superschwein wird dann ausgestellt und letztendlich zwangsvergewaltigt, damit es noch mehr Babys bekommt und dann geschlachtet. Dieses Superschwein gibt es ja nicht, aber irgendwie denkt man, so weit weg ist es vielleicht auch nicht. Das Superschwein ist halt irgendwie so gezüchtet, dass es so wenig wie möglich Kacka macht und so wenig wie möglich isst. Es ist einfach nur groß und gibt viel Fleisch. Für mich ist das die bittere Realität. Menschen gehen so mit Tieren um. Da habe ich auch so viel geheult. Da habe ich tatsächlich auch eine Insta-Story drüber gemacht, weil mich das so berührt hat.

 

Christine: Wenn man von dir noch mehr wissen wollen würde, dann findet man dich wie und wo?

 

Ronja: Wenn man ein Tattoo haben möchte: ich öffne wieder am 31. März meinen Terminkalender, der öffnet sich dann meistens 1-2 Wochen lang. In der Zeit kann man mir eine E-Mail schreiben an tattoo@ronjablock.com. Da kann man mir die Anfrage schicken, was man gerne haben möchte. Das bekommt man ein Terminchen von mir.

 

Christine: Vielen Dank für deine Zeit und für die ganzen Infos, für den Einblick in dein Sein. Ich freue mich, wenn da noch ganz ganz viele coole Dinge aus dem ganzen Selflove-Club, aus der ganzen Selflove-Bewegung raus entstehen und ansonsten freue ich mich natürlich auch sehr, wenn wir uns mal irgendwann persönlich kennenlernen.

 

 

 

Shownotes:

 

 

 

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Außerdem möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich lediglich Infos und Tipps mit dir teile, die meine eigene Erfahrungen wiederspiegeln. Ich  gebe keine Heilversprechen und stelle keine Diagnosen. Solltest du psychische oder physische Krankheiten haben empfehle ich dir einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Christine Raab

Aloha! Ich bin Christine, Mitte 30, grüner Lifestyle Blogger und Tausendsassa. 2014 hat eine Brustkrebs Diagnose mein Leben ganz schön durcheinander gerüttelt. Allerdings hat es mich auch dazu gebracht mein ganzes Leben nochmal zu überdenken. Heute ist meine große Vision dich zu inspirieren zu einem ganzheitlichen und nachhaltigen Leben voller Energie, Leichtigkeit und in Selbstliebe zu finden. Ich möchte die Welt verbessern - bist du dabei?

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