Yoga: Meine Yoga Lehrer Ausbildung – Teil 1.1

Im Januar habe ich ja mit meiner Yoga Lehrer Ausbildung angefangen und euch hier schon erzählt warum ich eigentlich diese Ausbildung mache. In den nächsten Monaten und Jahren will ich euch hier immer ein bisschen berichten, was ich bisher gelernt oder erfahren habe.

Wir starten also mit dem ersten Quartal. Vom Verhalten anderen gegenüber und mir selbst. Der achtgliedrige Pfad und ein bisschen über indische Götter.

 

Was ist Yoga?

Yoga bedeutet „den Geist zur Ruhe bringen“. Wenn wir von Yoga sprechen meinen wir meist Hatha Yoga, die verschiedenen Körperübungen. Doch Yoga ist viel mehr. Das Ziel ist dabei immer die Selbstverwirklichung, die Erleuchtung, Samadhi.

Man weiß nicht so genau wann Yoga entstanden ist, vermutet wird ca. 1000 v.Chr. Quelle für vieles sind heutzutage die drei folgenden Schriften:

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Welche Yoga Wege gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Samadhi zu erreichen, nämlich mit unterschiedlichen Yoga Wegen. Diese wären:

  • Karma Yoga: Yoga des Dienstes
  • Bhakti Yoga: Yoga der Hingabe
  • Hatha Yoga: Yoga des Körpers
  • Jnana Yoga: Yoga des Wissens
  • Raja Yoga: Yoga der Geisteskontrolle
  • Kundalini Yoga: Yoga der Energie

 

Somit kann auch jemand Yoga praktizieren, der nicht einmal in der Woche auf der Matte rum turnt. *zwinker*

Welche Yoga Stile gibt es?

Mittlerweile gibt es ziemlich viele verschiedene Stile und es kommen immer wieder neue dazu. Die meisten kennen wohl die Hatha Yoga Kurse. Wenn man es genau nimmt ist jede Yoga Stunde, in der die verschiedenen Asanas (= die Übungen) gemacht werden Hatha Yoga. Denn Hatha Yoga ist einer von vielen Wegen, nämlich der Yoga des Körpers.

Trotzdem entwickeln sich permanent neue Stile. Im Bikram Yoga wird beispielsweise der Raum stark aufgeheizt, Yin Yoga ist es dagegen eher ruhig, die einzelnen Asanas werden lange gehalten und es wird häufig mit Hilfsmitteln, wie einem Gurt oder dem Klotz, gearbeitet. Es gibt spezielle Yoga Angebote für Schwangere oder Senioren und vieles mehr. Bevor du dich bei einem Yoga Kurs anmeldest solltest du dich also informieren was genau dort unterrichtet wird und am Besten erstmal zu einer Schnupperstunde inkl. Kennenlerngespräch gehen. Denn es gibt nicht DEN Yoga, sondern viele Unterschiede.

Jeder kann also ein passendes Angebot finden!

 

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Die Yoga Sutren des Patanjali

Dies ist eine der Schriften auf denen Yoga basiert. Patanjali soll ca. 200 – 400 v.Chr. gelebt haben. Der Legende nach wünschte sich Gonika unbedingt ein Kind und Vishnu, einer der drei indischen Hauptgötter, erfüllte ihr eines Tages diesen Wunsch und schickte Patanjali.

Die Sutren des Patanjali müssen/können/sollen nicht beim ersten Lesen direkt verstanden werden. Das Buch enthält eher Lebensweisheiten, Richtlinien wie man leben sollte.

Unter anderem enthält es auch den achtgliedrigen Pfad. Diese acht Stufen sind wichtig und sollten entsprechend gewürdigt und gelebt werden. Dabei sind sie nicht chronologisch zu sehen.

  1. Yamas: Verhaltensregeln im Umgang mit anderen
  2. Niyamas: Verhaltensregeln im Umgang mit mir selbst
  3. Asanas: Körperübungen
  4. Pranayama: Atemübungen
  5. Pratyahara: Zurückziehen der Sinne
  6. Dharana: Konzentration auf etwas
  7. Dhyana: Meditation
  8. Samadhi: Die Erleuchtung. Alles ist eins.

 

Alles davon ist quasi Yoga. Das Ziel ist Samadhi. Um dorthin zu gelangen (und das muss nicht unbedingt in diesem Leben passieren) ist es notwendig die verschiedenen Übungen regelmäßig zu praktizieren.

Neben den Körperübungen, den Asanas – also dem, was bei uns meist als Yoga bezeichnet wird – gehört dazu auch die Atmung, Meditation oder eben die Verhaltensregeln.

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Meditieren will geübt sein

Wie oft hört oder liest man irgendwo über die Heilwirkung der Meditation. Und dann glauben wir wenn wir uns einfach nur für ein paar Minuten still hinsetzen können wir meditieren. Meist scheitert man beim ersten Versuch und ärgert sich, dass der Kopf die ganze Zeit denkt.

Das ist nicht schlimm, im Gegenteil! Es ist völlig normal, denn meditieren will erst gelernt sein. Zum Einsteigen könnte man mit Dharana, also der Konzentration auf etwas, beginnen. Das könnte eine Kerzenflamme oder auch ein Ton (z.B. eine Klangschale) sein. Wir üben uns völlig darauf zu konzentrieren. Immer und immer wieder.

Oder man könnte auch versuchen sich völlig auf die Atmung zu konzentrieren. Wenn man mit den Gedanken abschweift ist es nicht schlimm, wir kommen einfach mit der Konzentration wieder zurück. Im Laufe der Zeit wirst du merken, dass es leichter wird und du nicht mehr so leicht abschweifst.

In dem Yoga Studio wo ich meine Ausbildung mache und auch zum praktizieren hin gehe findet übrigens am 12.06.2016 ein Meditationsseminar statt. Melde dich doch einfach bei Nadine für mehr Infos. Vielleicht sehen wir uns ja dann dort.

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Yamas und Niyamas

Der Umgang mit mir und mit anderen wird in den Yoga Sutren des Patanjali dargestellt. Ich möchte euch hier nur einen kurzen Überblick geben. Im Grunde sind es völlig normale, moralisch-ethische Verhaltensregeln. Ich werde in einem seperaten Blog Post vielleicht mal ausführlicher darüber schreiben.

Die 5 Yamas, Verhalten anderen gegenüber:

  1. Ahimsa: Gewaltlosigkeit
  2. Asteya: Nicht Stehlen
  3. Satya: Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit
  4. Brahmacarya: Enthaltsamkeit
  5. Aparigraha: Nicht-Horten, Unbestechlichkeit

 

Die 5 Niyamas, Verhalten mir gegenüber:

  1. Sauca: Reinlichkeit
  2. Samtosa: Zufriedenheit
  3. Tapas: Selbstdisziplin, Askese
  4. Svadhyaya: Selbststudium
  5. Ishvara Pranidhana: Hingabe an Gott

 

Puh, das ist jetzt irgendwie ganz schön viel geworden und trotzdem habe ich das Gefühl ich habe alles nur kurz angerissen. Habt ihr überhaupt bis hierher gelesen? Wusstet ihr, dass Yoga so umfassend ist? Interessiert euch das überhaupt bzw. worüber möchtet ihr mehr erfahren?

Ich freue mich auf euer Feedback!

Alles Liebe,
Christine

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Christine Raab

Hallo, ich bin Christine, Mitte 30 und Body-Soul-Mind Coach. Ich möchte dich unterstützen auf deinem Weg durch die Krise zur Powerfrau. Hin zu mehr "Du", hin zu einem Leben voller Selbstliebe. Das Leben ist viel zu schade zum unglücklich sein. Du kannst alles sein was du bist.

1Kommentar
  • Vanessa Schneider

    26. April 2016 at 12:19 Antworten

    Hallo Christine! Ich finde die Yoga-Beiträge total spannend und freue mich, wenn ich mehr darüber lesen kann 🙂 Über eine Yogalehrer Ausbildung habe ich mich auch schon informiert, weil es mir einfach gut tut. Momentan ist eine Ausbildung finanziell mit meinem Studentenbudget noch nicht möglich, aber es steht ganz oben auf meiner To Do – Liste 🙂

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