Muss ich sportlich sein für Yoga? Mein Yoga Weg

Muss ich eigentlich sportlich sein für Yoga? Diese Frage wurde mir erst vor ein paar Tagen wieder geschrieben. Was meinst du, was meine Antwort darauf ist?

Lass mich einen kleinen Schwenk zurück machen zum Jahreswechsel 2013/2014. Die üblichen neuen Vorsätze für das neue Jahr und meiner war: mehr Sport. Bis dahin war ich 3x/Woche schwimmen – also eigentlich schon ganz gut – aber ich wollte noch ein bisschen mehr Sportübungen mit dem eigenen Körpergewicht. Was wäre da nahe liegender als Yoga (denn Fitnessstudios mag ich einfach nicht)?

Mein Yoga Weg

In meinem ersten Yogakurs war ich fast ein Jahr lang. Die Stunde verlief immer gleich. Meine Lehrerin saß an der Seite, hat die Asanas in der immer gleichen Reihenfolge angesagt und alle Teilnehmer*innen machten mit so gut es für sie ging. Die Gruppe war bunt gemischt und viele waren schon seit mehreren Jahren dort.

Manches konnte ich gut, bei manchem tat ich mir schwer. Schulterstand, Brücke, Sonnengrüße. Manches kannte ich noch vom Schulsport, anderes war mir ganz neu. War es anstrengend? Ja! Kam ich ins Schwitzen? Ja! War ich zu dem Zeitpunkt besonders sportlich? Ich würde sagen nein.

Wie es mit meiner persönlichen Yoga Story weitergeht und was vor allem meine Brustkrebs Diagnose im November 2014 damit zu tun hatte, verrate ich dir in den nächsten Tagen etwas genauer.

Auf jeden Fall muss man für Yoga meiner Meinung nach nicht unbedingt besonders sportlich sein.

Es gibt unterschiedliche Yoga-Stile, von sehr ruhig bis sehr sportlich und powervoll. Meine Kurse richten sich an Anfänger und auch geübte Yogis und es ist für mich selbstverständlich, die einzelnen Übungen abzuwandeln und an Einschränkungen anzupassen.

Wenn du mehr Yoga in dein Leben holen willst empfehle ich dir sehr gerne meinen Onlinekurs. Alle Informationen findest du unter direkt hier:

Yoga bei Brustkrebs - der Onlinekurs von Christine Raab

 

Was ist dein Grund für Yoga?

Bis zum November 2014 war ich fast jede Woche im Yogakurs und ich habe gemerkt, wie ich die Posen im Laufe der Zeit besser konnte, wie ich stärker wurde und Kraft hatte. Ich erinnere mich an ein Ereignis als ich mit Freunden einen Ausflug in den Zoo gemacht habe und man dort an einem Griff drücken konnte um zu fühlen wie stark bei Giraffen das Blut gepumpt wird. Und mir fiel das total leicht – im Gegensatz zu den anderen.

Mit der Brustkrebs Diagnose am 19.11. änderte sich das allerdings etwas. Ich hatte in den ersten zwei Wochen ständig Arzttermine und musste verschiedene Untersuchungen machen lassen. Und ich war zu dem Zeitpunkt ja auch schon seit fast zwei Jahren selbstständig. Damals übrigens noch in erster Linie als Make-Up Artist und mit Kinderbetreuung. Wusstest du, dass ich eine eigene Schwimmschule hatte? Zum Zeitpunkt der Diagnose habe ich 3x/Woche Schwimmkurse für Kinder gegeben und das musste ja alles irgendwie umgeplant werden.

Aber dazu kann ich gerne ein andermal mehr erzählen.

Jedenfalls hat es sich natürlich so ergeben, dass alle anderen Yoga Teilnehmerinnen mich wöchentlich gefragt haben, wie es mir geht. Und das wurde meiner Yogalehrerin irgendwie wohl zuviel, denn sie war der Meinung, ich solle doch auch mal wieder ein anderes Thema als die Krankheit haben…

BÄM!

Das hat gesessen! Denn erstens hatte ich durchaus noch andere Themen (z. B. wie ich das alles mit meiner Arbeit organisiert bekomme^^) und zweitens war das zu der Zeit nun mal einfach DAS omnipräsente Thema, weil ich mein ganzes Leben plötzlich um die Krankheit und anstehende Behandlung planen musste…

Ich habe mich nicht mehr wirklich wohl bei ihr gefühlt und außerdem war ich dann auch permanent mit den diversen Krankheitsterminen beschäftigt. Ich sag nur: Gespräche mit Ärzten, Beratung im Perückenladen, Kinderwunschbehandlung usw.

… So eine Diagnose rüttelt das Leben einmal durcheinander und man muss sich komplet neu sortieren. Wie war das bei dir?

Yoga Christine Raab Schulterbrücke

Wie Yoga mir NICHT geholfen hat während meiner Brustkrebs Erkrankung…!

Im Januar 2015 ging die Chemotherapie bei mir los. Ab dem Zeitpunkt habe ich es nicht mehr zum Yogakurs geschafft. Der war immer Dienstag morgens um 9 Uhr und die Kombi aus frühem Aufstehen und noch wohin fahren war einfach nicht möglich. Mal davon abgesehen, dass ich mich ja bei der Lehrerin auch nicht mehr richtig gut aufgehoben fühlte. So gesehen war mir Yoga LEIDER keine Stütze während dieser Zeit – obwohl das eigentlich seeehr gut gewesen wäre!

Das war der Beginn meiner „Yoga Zwangspause“ und die sollte die gesamte Akuttherapie-Zeit überdauern. Erst im späten Sommer habe ich wieder einen Versuch gestartet. Allerdings hat sich mein Gefühl nur bestätigt: Zwischen der Lehrerin und mir ist eine – für mich unerklärliche – Kluft und ich fühle mich dort nicht mehr wohl.

Meine Suche nach einem anderen Yogakurs begann und ich fand schnell einen in meinem Wohnort. Eine Schnupperstunde später war mir klar: Ich habe meinen neuen Kurs gefunden.

Außerdem war ich eine Erkenntnis reicher. Yoga ist nicht gleich Yoga. Während in meinem vorherigen Kurs der Ablauf jede Woche exakt gleich war wurden hier erstmal alle nach dem Wohlbefinden gefragt. Die Lehrerin hat Asanas vorgemacht und viel erklärt, es wurde Wert auf die Atmung gelegt.

Und ich habe mich gefühlt wie ein altes Nilpferd.

Ich konnte die Positionen kaum halten und habe geschnauft wie eine Dampflok. Mega frustrierend, wenn die älteren Herrschaften das alles besser können wie ich Jungspund mit Anfang 30!

Aber! Ein Grund mehr wiederzukommen. Außerdem gab es in dem Studio die Möglichkeit eine Yogalehrer Ausbildung zu machen. Als kleiner Weiterbildungsjunkie war ich da direkt begeistert. Die Ausbildung sollte im Januar 2016 starten und … hier war mein Dilemma! Ich hatte mich doch eigentlich dazu entschieden im Januar, nach meiner Reha, mit der Ausbildung zur Kosmetikerin anzufangen. Ich hatte die Unterlagen schon zu Hause und musste nur noch unterschreiben…

Wie ich mich dann letztendlich entschieden habe wisst ihr ja bereits. Doch wisst ihr auch warum das so war?

 

Yoga ist das zur Ruhe bringen des Geistes

Das war letztendlich der Grund warum ich mich GEGEN die Kosmetikerin Ausbildung und FÜR die Yogalehrer Ausbildung entschieden habe.

Ich bin im Oktober 2015 zur Reha nach Sylt gefahren und hatte dort auch Yoga und Meditation. Und genau dort hatte ich die ERKENNTNIS, anders kann ich es gar nicht sagen. Ich wusste es einfach plötzlich ganz genau!

Die Kosmetikerin Ausbildung wäre eine reine Kopfentscheidung gewesen. Ich war als Make-Up Artist tätig und hatte auf Grund der Brustkrebs Erkrankung auf Naturkosmetik gewechselt. So könnte ich das total gut verbinden. Gesichtsbehandlungen machen, ich hätte dann Stammkundinnen (also auch gesichertes Einkommen, das ist ja als Selbstständige auch ein Thema!) und könnte die Gesichtspflege und dekorative Kosmetik mit meinem Tun als Organic Make-Up Artist perfekt verbinden.

Ja, das wäre sicher eine sinnvolle Sache gewesen.

Es war aber nicht das, was mein Herz wollte.

Ich wusste also einfach, dass ich die Yogalehrer Ausbildung machen will. Und zwar, und das war auch etwas Neues für mich, NUR FÜR MICH!

Nicht um später zu unterrichten, sondern einfach nur für mich. Weil ich nämlich gemerkt habe, dass genau das mit mir passiert was in den Yogasutren steht.

Mein Geist kommt zur Ruhe. Während der Yogastunde denke ich nicht, ich bin einfach nur bei mir.

BÄÄM! That´s it!

Ich habe noch von der Reha aus eine Nachricht an meine Lehrerin Nadine geschickt und mich für die Ausbildung angemeldet. Eine der besten Entscheidungen in meinem Leben!

Was war deine bisher beste Entscheidung im Leben?

 

„Ich dachte eigentlich wir machen hier Yoga?!“

 

So ungefähr war mein Gedanke in der ersten Yogalehrer Einheit. Nach der gemeinsamen Asana Praxis ging es noch zum Theorie Teil und ich hörte zum ersten Mal etwas von Yogaschriften.

Yogasutren. Hatha Yoga Pradibika. Baghavat Gita*? HÄ? Ich wollte doch nur im Turnen besser werden.^^

 

Hand hoch, wem ging es noch so? Oder an was denkst du wenn es um Yoga geht? Schreib mir das doch bitte im Kommentar.

Ich habe die Tage auf Instagram ein bisschen nach tollen yogischen Accounts gesucht und weißt du was? Man findet quasi NUR Bilder von schönen Menschen in stylischen Klamotten und abgefahrenen Yogaposen.

 

Aber ist das Yoga?

Wenn du meine Geschichte etwas verfolgt hast weißt du, dass ich auch über den Sport zum Yoga gekommen bin. Ich wollte schon als Kind zum Zirkus und fand die Akrobaten ganz besonders toll. Da ist Yoga irgendwie naheliegend, oder?

Doch je länger meine Ausbildung ging umso weniger wichtig wurden mir die Asanas. Verstehe mich nicht falsch. Ich liebe die körperliche Yogapraxis und sie ist definitiv ein Teil von Yoga.

Yoga ist aber noch viel mehr. Für mich ist es wirklich eine Lebenseinstellung geworden. Eine Art zu leben. Wie möchte ich leben, was möchte ich tun, wer will ich sein?

Und was du ja auch schon weißt: Von meinem Vorsatz NICHT zu unterrichten, sondern die Ausbildung nur für mich zu machen, ist irgendwie nichts übrig geblieben.

Meine erste Lehrprobe war eine Katastrophe und ich hätte mich am liebsten heulend in die Ecke gesetzt. Ich habe mich absolut unfähig gefühlt Yoga zu unterrichten. Doch die zweite Lehrprobe lief wie von selbst. Wieder einmal traf mich die Erkenntnis wie ein Blitz.

Das ist genau das, was ich machen will! Es ist das, was mir leicht fällt. Eigentlich kein Wunder, denn ich komme ja aus dem pädagogischen Bereich und habe bis dahin in all meinem Tun anderen Menschen etwas beigebracht. Sei es im (Wald)Kindergarten, in der musikalischen Früherziehung oder in den Schwimmkursen.

This is my Dharma, Baby! Meine Bestimmung! Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Und ich bin so dankbar, dass ich das jeden Tag machen darf!

Was ist Yoga für dich?

 

Wenn du live mit mir Yoga üben willst kannst du das sehr gerne im Raum Aschaffenburg tun. Die aktuellen Zeiten findest du auf meiner YOGAKURS Seite.

Ich freue mich auf dich!

Deine Christine

 

Du willst mehr?

 

 

Wenn du tiefer in das Thema persönliche Weiterentwicklung einsteigen willst und dich auf ganzheitlicher Ebene betrachten und heilen möchtest dann unterstütze ich dich mit meinem BODY-SOUL-MIND Coaching sehr gerne dabei. Melde dich gerne bei mir und lass uns mal telefonieren. #SelfloveCheck

 

 

Das Coaching ist für dich genau richtig wenn du immer wieder dazu neigst alles für die anderen zu tun, aber dich selbst dabei vergisst. Wenn du immer wieder dieselben körperlichen Probleme hast oder wenn du dich allgemein nicht richtig glücklich fühlst, aber nicht so genau weißt woran das liegt. Dann begleite ich dich auf deinem Weg in ein glückliches und erfülltes Leben!

 

 

Melde dich jetzt für dein kostenloses Vorgespräch bei mir.

 

Transparenz & Disclaimer

 

Dieser Post gilt als Werbung, da ich sehr wahrscheinlich einige Verlinkungen im Beitrag habe, unter anderem Affiliate Links oder Links zu anderen Seiten.  Bei (bezahlten) Kooperationen gebe ich das immer dementsprechend an, z.B. mit der Kennzeichnung "Anzeige" oder "Werbung" am Beginn des Beitrags. Meine Beiträge spiegeln allerdings immer ausschließlich meine eigene Meinung wieder, die nicht käuflich ist! Auf Grund der aktuellen, unklaren Regelung bezüglich Werbeposts muss ich das leider nochmal so umständlich hier schreiben. Danke für deine Verständnis!

 

Außerdem möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich lediglich Infos und Tipps mit dir teile, die meine eigene Erfahrungen wiederspiegeln. Ich  gebe keine Heilversprechen und stelle keine Diagnosen. Solltest du psychische oder physische Krankheiten haben empfehle ich dir einen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Christine Raab

Aloha! Ich bin Christine, Mitte 30, grüner Lifestyle Blogger und Tausendsassa. 2014 hat eine Brustkrebs Diagnose mein Leben ganz schön durcheinander gerüttelt. Allerdings hat es mich auch dazu gebracht mein ganzes Leben nochmal zu überdenken. Heute ist meine große Vision dich zu inspirieren zu einem ganzheitlichen und nachhaltigen Leben voller Energie, Leichtigkeit und in Selbstliebe zu finden. Ich möchte die Welt verbessern - bist du dabei?

Ich freue mich auf Kommentare!

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